Reisebericht "Ostsee Baltikum mit Danzig"

  • Juhuuu - Wir haben endlich gebucht und freuen uns auf die erste Reise mit der Neuen Mein Schiff 1! ^^


    Im August starten wir in Kiel und kommen dort 10 Tage später wieder an... Was wir auf der TUI Cruises Reiseroute Ostsee Baltikum mit Danzig erleben werden, könnt ihr dann hier gerne verfolgen und kommentieren! :foto:


    Wer hat denn diese oder eine ähnliche Tour schon einmal gemacht? Gibt es Tipps und Infos, was wir uuunbedingt machen sollten? U.a. sehen wir ja Sankt Petersburg, Tallinn und Stockholm... Bin für Erfahrungen dankbar :) 8)


    Viele Grüße

    Werner

  • Kurzes Update: Haben jetzt auch endlich unsere Landausflüge für die Route Ostsee Baltikum mit Danzig gebucht. Das geht ja online super simpel! Vor allem auf Stockholm und Sankt Petersburg freue ich mich sehr!


    Aber insgesamt sind wir ohnehin sehr gespannt auf unsere erste Kreuzfahrt mit der TUI Cruises Neue Mein Schiff 1. Haben uns auch die aktuelle Ausgabe des Kreuzfahrtmagazins AZUR besorgt - hier ist nämlich dieses Mal ein großer Bericht über die Neue Mein Schiff 1 enthalten. Sehr interessant welche Neuerungen es gibt; werden hier dann berichten :-)

  • 10.08.2018

    Es geht los, endlich. Heute gehts mit dem Auto von Hamburg nach Kiel, um dann 10 tolle und entspannte Tage auf der neuen MeinSchiff 1 zu verbringen. Aus der Ferne ist das unglaublich große Kreuzfahrtschiff der MeinSchiff Flotte bereits zu sehen. Atemberaubend, wie eine Stadt auf dem Meer.

    Wir sind pünktlich um 13 Uhr zum Check-in im Hafenbereich. Von Weitem sind bereits die TUI Mitarbeiter zu sehen. Die Koffer werden einem abgenommen und es geht direkt in die Halle. Hier warten natürlich schon einige andere Urlauber voller Vorfreude. Es ist zwar voll, aber jeder ist entspannt, es gibt kein Gedrängel und für die Anzahl der Menschen ist es verhältnismäßig ruhig. Von den TUI Mitarbeitern werden sogar Getränke ausgeteilt. Ein guter Start!


    Der Check-in verläuft dann auch wirklich reibungslos und gut organisiert. Relativ schnell wird jeder Passagier begrüßt, es werden Passfotos für die Bordkarten erstellt und die Papiere geprüft. Und nach einem kurzen Partnerfoto, welches wir später auch auf dem Schiff erwerben können, gehts auf das Kreuzfahrtschiff der TUI Cruises.


    Wir haben vorab auch in der MeinSchiff App den Online Check-in gemacht und dadurch bereits mittags eine sms erhalten, dass unsere Zimmer schon bei unserer Ankunft bereitstehen. Daher gehts sofort auf die Kabine (Deck 10: „Perle“) und der erste Eindruck ist wundervoll! Die Balkonkabine auf der neuen MeinSchiff 1 ist modern eingerichtet, groß und sauber. Viele Schränke, auch zB über den Betten, sorgen für ausreichend Platz und genügend Stauraum. Der Balkon ist groß, ausgestattet mit zwei verstellbaren Stühlen und einem kleinen Tisch. Das Bad ist klein, aber fein. Auch hier sind genügend Fächer und Regale, um alle Utensilien unterzubringen. Eine bodentiefe Duschkabine und eine Toilette - alles sauber und groß genug für zwei Personen.


    Das Highlight ist dann die Flasche Champagner, die uns mit einer nett geschrieben Karte von TUI in einem Eiskübel bereitgestellt wurde! Dazu ist zu sagen, dass wir heute unseren Hochzeitstag haben und mein Schwiegerpapa uns ein exklusives Essen im Surf ‚n’ Turf Restaurant geschenkt hat. Daher wusste TUI wohl auch von unserem besonderen Ereignis, dem 5ten Hochzeitstag. Dennoch ist es nicht selbstverständlich und daher ein großes Dankeschön an TUI.


    Während wir schon tiefenentspannt und glücklich, mit dem Champagnerglas in der Hand, auf dem Balkon sitzen und das rege Treiben unten am Hafen beobachten, klopft es an der Kabinentür; die Koffer sind schon da. So schnell haben wir damit nicht gerechnet. Das ging wirklich schnell und so konnten wir auch gleich die Kabine wohnlich gestalten und alles auspacken.


    Jetzt gehts auf Erkundungstour. Von TUI aus werden auch Entdeckungstouren auf der neuen MeinSchiff 1 angeboten. Hier werden einem - so die Aussage im Prospekt - auch unbekanntere Ecken und Plätze gezeigt. Das lockt zwar schon, aber wir wollen das Schiff auf eigene Faust erkunden.

    Die erste Station ist auf Deck 12: Hier steigen wir aus dem Fahrstuhl und kaum draußen angekommen, zieht ein angenehmer Duft in die Nase. Bosporus Döner ist der Grund - ein Dönerimbiss auf dem Schiff! Wir lassen uns nicht lange bitten und genießen den ersten Snack auf dem Schiff. Ungewöhnlich, aber für uns ein Highlight, das zudem wirklich gut und lecker war. Im weiteren Verlauf sehen wir uns die unzähligen Bars auf dem Schiff an. Von der UnverzichtBar geht es über die ÜberschauBar bis hin zur Außenalster. Überall nehmen wir standesgemäß auch einen leckeren Drink ein. Die Getränkekarte ist riesig und es ist wirklich für jeden etwas dabei; all inclusive versteht sich. Ganz im Sinne einer Premium Kreuzfahrt. Natürlich gibt es auch einige exklusive Getränke (u.a. Champagner etc.), die dann auch kostenpflichtig sind.


    Im Poolbereich staunen wir nicht schlecht: Das 25m Becken ist beeindruckend groß, es sind überall Liegen und tolles Mobiliar aufgestellt. Der moderne Stil zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche. Wir freuen uns schon auf den ersten Seetag. Hier am Pool werden wir wohl viel Zeit verbringen.


    Später essen wir noch am Anckelmannsplatz. Tolles Buffet mit diversen Speisen, Salaten, Desserts, Obst und und und... Obwohl gerade Stoßzeit ist, bekommen wir einen Tisch direkt am Fenster!


    Anschließend geht es zur Seenotrettungsübung. Hier erfahren wir mithilfe eines kleines Filmes alle wichtigen Infos für den Notfall. Die Teilnahme ist daher logischerweise verpflichtend und wichtig. Aber auch hier ist der Ablauf organisiert und verläuft sehr kurzweilig.


    Aufgrund des Unwetters am vorherigen Tag in Hamburg, hat sich alles nach hinten verschoben. So ist die Abfahrt erst für Mitternacht geplant. Wir sind zwar schon ein wenig müde, wollen aber das Ablegen nicht verpassen. Ausgestattet mit Buch und iPad setzen wir uns gemütlich in die stilvolle Himmel und Meer Lounge. Was für ein gelungenes Ambiente. Die Bedienung erfolgt hier am Tisch und wir können uns entspannt in zwei tolle Liegen niederlassen und unsere Cocktails genießen...


    Was für ein erster Tag! ☺️🛳⚓️

    Fortsetzung folgt ...

  • 11.08.2018

    Heute ist unser erster Seetag. Der erste Blick nach dem Aufwachen geht natürlich sofort raus vom Balkon in die Ferne. Um uns herum überall Wasser! Ein tolles und entspanntes Gefühl von Ruhe, Freiheit und Urlaub. Ich ziehe mich um und möchte heute unbedingt die Laufstrecke auf der neuen MeinSchiff 1 ausprobieren. Laufschuhe an und ab geht’s auf die Strecke, die sich einmal komplett über das ganze Schiff verteilt. Es gibt sogar einen kleinen Auf- und Abstieg, um es dem Läufer nicht zu einfach zu machen ;-) Die Aussicht ist natürlich genial. Das schiff bewegt sich mit circa 20 km/h, ich bin vermutlich nicht viel schneller :-) und das Wetter ist sehr angenehm. So macht laufen natürlich Spaß :-)


    Nach dem Duschen machen wir uns fertig und gehen zu unserem ersten Frühstück. Wir entscheiden uns für das Buffet am Anckelmannsplatz. Hier zu finden ist übrigens auch die Backstube. Das Buffet besteht aus den unterschiedlichsten Sorten Käse, Wurst, Brötchen, Eiern uvm. Ein super Start in den Tag. Heute wollen wir ja Zeit am Pool verbringen, also machen wir uns auf zum Deck 14. Trotz des tollen Wetters und der Tatsache, dass keiner vom Schiff kann, ist der Poolbereich nicht überfüllt und wir bekommen eine tolle Liege. Auf dieser machen wir es uns mit zwei Handtüchern, die wir gegen die Handtuchkarten eintauschen, gemütlich. Die Karten erhält jeder dann später bei der Abgabe der benutzten Handtücher wieder zurück, so dass sie immer wieder erneut ausgetauscht werden können.

    Nach einem kleinen Schläfchen geht es dann auch bald zum Mittagessen. Wir wollen uns am ersten Tag verwöhnen lassen und gehen daher ins Bedienrestaurant Atlantik. Hier sind wir relativ pünktlich um 12:00 Uhr, so dass noch fast kein anderer vor Ort ist. Wir bekommen einen tollen Platz am Fenster und werden auch sofort bedient. Die Karte enthält unfassbar viele Speisen und Gerichte. Die Vorspeisen beinhalten Salate und Suppen, Antipasti etc. Dann gibt es Zwischengerichte, Hauptspeisen und natürlich die Desserts. Auswählen dürfen wir wohl bis zu fünf Speisen, was wir natürlich auch gerne tun. Zum Essen ist wirklich nicht viel zu sagen, außer dass es unglaublich lecker, frisch und von der Portion her vollkommen ausreichend ist.


    Nach dem Essen begeben wir uns auf Deck 15, in die Hohe Luftbar. Hier trinken wir einen Cocktail, bevor wir uns wieder eine Liege suchen. Wir haben sogar Glück und die vorherige Liege ist noch frei. Auch das typische Verhalten der Urlauber ist hier auf dem Schiff nicht unbedingt zu erkennen. Keiner reserviert sich die Liegen durch das Auflegen von Handtüchern. So ist das toll! Bis zum Abend verbringen wir die Zeit auf den bequemen Liegen, im Pool oder Whirlpool, essen ein Eis von der Eisbar und und holen uns immer wieder Getränke aus der Überschaubar.


    Der erste Seetag vergeht natürlich wie im Fluge, aber wir genießen wirklich jeden Moment. Am Abend entscheiden wir uns natürlich wieder für das Buffetrestaurant Atlantik und lassen uns auch hier bei tollen Speisen verwöhnen. Ich entscheide mich für einen Salat, eine leckere Suppe mit Lammfleisch, Hummerravioli, Lachs und als Nachtisch ein Eis mit viel Sahne.


    Abends verbringen wir dann ein wenig Zeit zu Zweit auf unserem Balkon. Später in der Nacht beobachten wir noch etwas wohl eher seltenes: Ein Unwetter tut sich auf und in der Ferne blitzt es immer wieder. Ein beeindruckendes Naturschauspiel, welches wir von unserem Balkon aus, eingewickelt in Decken, beobachten können. Ein schöner Seetag geht zu Ende ...

  • 12.08.2018

    Der erste Hafen wird angelaufen: Gdingen, Polen.

    Der Seetag war schön, dennoch wollen wir natürlich immer viel sehen und neue Städte erleben. Heute haben wir keine Tour gebucht, für morgen auch nicht. Wir wollen uns alleine auf den Weg machen und den Ort erkundigen. Wir haben ein wenig über die Städte gelesen. An der Rezeption der neuen MeinSchiff 1 werden hier sogenannte Hafeninformationen bereitgehalten. Eine kleine Broschüre mit einer Minikarte, auf der alle wichtigen Sehenswürdigkeiten vermerkt sind. Und natürlich die Post und Touristeninformationen. Auch im Tagesprogramm stehen ein paar nützliche Informationen. Hauptsächlich informiert das Tagesprogramm, welches immer am Vorabend auf dem Bett bereitliegt, über alle Aktivitäten auf dem Schiff - ob Spa, Sport, Restaurantsöffnungszeiten, Specials in den Bezahl-Restaurants - alles hier gut auf einen Blick. Es empfiehlt sich daher auch diesen Plan immer bei sich zu haben. Auch immer dabei haben wir unseren Deckplan, den wir an der Rezeption geholt haben. Gerade am Anfang ist dieser sehr nützlich zur Orientierung auf diesem großen Schiff. Nach ein paar Tagen ist aber alles automatisiert und die Wege im Kopf gespeichert.


    Nach einem ausgiebigen Frühstück am Anckelmannsplatz machen wir uns auf den Weg.

    Die im Norden des Landes liegende Hafenstadt Gdingen entwickelte sich nach dem Bau des großen Hafens von einem kleinen Fischerdorf zu einer impulsierenden Großstadt. Zu Beginn entdecken wir noch eher alte und heruntergekommene Bauten. Je näher wir jedoch dem Stadtkern kommen, desto moderner und lebhafter wird die Stadt. Es gibt hier viele neue Bauten und zahlreiche stadtgeschichtliche Denkmäler, an denen wir vorbeikommen. Um die Mittagszeit herum machen wir Pause und genießen bei einem Tyskie die polnische Spezialität Pierogi.

    Anschließend wollen wir noch die Museumsschiffe im Hafen besichtigen. Dieser Bereich liegt zwar auch am Hafen, jedoch ist dies nicht direkt von unserem Liegeort erreichbar. Wir müssen also durch den Stadtbereich, um dorthin zu gelangen. Es ist Sonntagnachmittag und der Platz proppenvoll. Die Sonne scheint bei 23 Grad und an dem Hafenplatz scheint es ein Fest zu geben. Wir wissen nicht genau, ob dieser Rummel nur jetzt am Wochenende stattfindet. Auf vielen Postkarten nämlich ist das Riesenrad zu sehen. Es scheint so, als wäre diese Attraktion in der Stadt integriert - das hat uns aber leider keiner sagen können; oder die Kommunikation mit der englischen Sprache sowie Händen und Füßen scheint nicht funktioniert zu haben ;-)


    Jedenfalls genießen wir hier die Sonne und den Trubel. Von Weitem sehen wir auch die Museumsschiffe. Uns reicht jedoch der tolle Ausblick, wir gehen nicht direkt auf die Schiffe - haben ja mit der neuen MeinSchiff 1 quasi auch ein eigenes ;-)

    Bei dem einen Schiff handelt es sich übrigens um die „ORP Blyskawica“ - ein 114 m langes und 11 m breites Schiff, welches während des Zweiten Weltkrieges als Torpedozerstörer im Einsatz war. Auch genannt „Schiff der Republik Polen“.


    Auf dem Rückweg suchen wir noch einen kleinen Souvenirladen; ist aber hier in Gdingen gar nicht so einfach. Ist nunmal auch keine Stadt wie Berlin oder London, wo an jeder Ecke Städtesouvenirs verkauft werden. Und es ist auch noch Sonntag...

    Jedenfalls werden wir in einem kleinen Bücherladen mit integriertem Café fündig. Das Souvenir aus Holz zeigt den Hafen sowie die Museumsschiffe und enthält ein Stück Bernstein - das „Gold der Ostsee“.


    Als wir wieder am Schiff ankommen, stehen schon viele Busse am Hafen. Die Urlauber der Landausflüge sind ebenfalls zurück. Hier konnte man wohl Touren nach Danzig buchen. Eine geschichtsträchtige Stadt, denn hier in Danzig - auch „Perle des Ostens“ genannt - begann ja der Zweite Weltkrieg.

    Beim nächsten Besuch mit einem Kreuzfahrtschiff werden wir diese Tour wohl auch buchen. Es berichten einige Urlauber ganz lebhaft und begeistert.


    Um auch weiterhin sportlich zu bleiben - notwendig und sinnvoll bei dem vielen guten Essen ;-) - schaue ich mir heute den Kursplan der neuen MeinSchiff 1 an. Auf dem Kursplan sind für die gesamte Reise alle sportlichen Aktivitäten aufgelistet. Hier gibt es kostenfreie, das sind auch die meisten Kurse, und kostenpflichtige Angebote. Es gibt Kurse zur Kräftigung, Entspannung, Ausdauer, Ballsport sowie Vorträge und spezielle Kids- und Teens - Kurse. Ich habe Lust auf Kräftigung und entscheide mich um 17:15 Uhr für ein TRX Gruppentraining. Dieses ist im Plan blau markiert, bedeutet ein Aufpreis von zehn Euro für 30 Minuten. Finde ich ok, ist immerhin mit einem ausgebildeten Trainer und ein separater Kursraum mit perfekter Ausstattung. Auch ohne Anmeldung kann ich gerne dazustoßen. Maximal zehn Urlauber je Kurs dürfen wohl teilnehmen, wir sind an diesem Nachmittag sechs Personen.

    Das Training ist super anstrengend und 30 Minuten wirklich vollkommen ausreichend. Der Trainer pusht einen ohne Ende und alle sind top motiviert. Am Ende falls ich kaputt auf eine der Liegen am Pool ;-) beim nächsten Mal bin ich sicher wieder dabei!


    Das Abendessen nehmen wir wieder am Anckelmannsplatz ein. Ich entscheide mich heute für einen leckeren Salat. Das Buffet ist hier ausgestattet mit vielen Gemüsesorten, Dressings und Toppings. Meine Frau hat ihren Bereich am Anckelmannsplatz gefunden: Die offene Küche oder auch „Dampfende Pfannen“. Hier kann jeder selbst das rohe Fleisch und die Zutaten auswählen und frisch zubereiten lassen. Bei uns in Braunschweig haben wir einen leckeren Mongolen, bei dem das auch möglich ist. Meine Frau ist schon immer ein Fan davon gewesen. Toll also, dass es das hier bei TUI auf der neuen MeinSchiff 1 auch gibt.

    Sie entscheidet sich für Surf ‘n‘ Turf; Scampi, Rindfleisch und Reis in Ingweröl. Ich darf auch mal probieren - wahnsinnig lecker!


    Um 21.30 Uhr wollen wir unser erstes Theaterstück auf Deck 4/5 anschauen. Heute ist nämlich die Musical Gala „Die Welt der Musicals“. Als große Musical - Fans wollen wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. Leider kommt es aber anders. Wir haben seit der Abfahrt gemerkt, dass die See wohl rauer ist als erwartet. Das Schiff wankt schon ganz ordentlich im Vergleich der letzten Tage. So ist es nur folgerichtig, dass die Show aufgrund der Gefahr für die Tänzer und Akrobaten abgesagt wird. Keiner ist sauer oder enttäuscht, es gibt Applaus für die richtige Entscheidung, denn die Sicherheit sollte immer vorgehen. Und bei den willkürlichen Bewegungen, die ein Schiff nunmal bei rauer See macht, wäre dies nicht der Fall.

    Aber die Theaterleitung ist nicht unvorbereitet und anstelle des Theaterstückes gibt es den Kinofilm „High Society“ von Warner Bros. Ob ihrs glaubt oder nicht; den wollten meine Frau und ich ohnehin damals im Kino schauen, haben es aber leider verpasst :-) Also bleiben wir und entspannen bei der lustigen und kurzweiligen Komödie.


    Vor dem Schlafengehen - wie sollte es anders sein - noch ein kurzer Abstecher in die Himmel und Meer Lounge! Gute Nacht :-)

  • 13.08.2018

    Zweiter Hafen nach Gdingen ist Klaipeda.

    Ich hatte mir ja vorgenommen, dass ich hier jeden zweiten Tag laufen gehe. Daher also Schuhe und Klamotten an und ab auf die Strecke. Ich kann es nur wiederholen: Bei der Aussicht zu laufen ist traumhaft und macht Spaß. Ich brauche keine Musik, sondern konzentriere mich auf die Umgebung. Und auf die mir entgegenkommenden Urlauber - denn die Laufstrecke ist ja nicht ausschließlich für Läufer ;-)


    So danach duschen und ja - ihr wisst schon - Frühstück am Anckelmannsplatz. Rührei, Schinken, Speck und Brötchen - alles mit dabei! Leckeren Cappuccino gibt es natürlich auch. Für die Stadttour mache ich mir übrigens meine Wasserflasche voll. Automaten stehen hier bei den Fahrstühlen bereit. Sehr praktisch! Die Spender in den Restaurants sind aus hygienischen Gründen nicht zu nutzen - so ist das richtig.


    Klaipeda ist eine litauische Hafenstadt. Sehr klein und niedlich wirkt es auf uns, mit einer ganz eigenen Atmosphäre aus Weltoffenheit und Beschaulichkeit. Dennoch hat diese von der Größe her überschaubar wirkende Stadt ca. 200.000 Einwohner! Auch heute nehmen wir uns nichts vor, schlendern vom Hafen direkt in die Stadt. Ausgestattet mit unserer Hafeninformation finden wir sehr schnell einige Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die Grüne Apotheke - das älteste Haus der Stadt aus dem Jahre 1677 - sowie den Theaterplatz, welcher das Zentrum der Altstadt Klaipedas bildet. Hier finden wir auch die Bronzestatue des wohl berühmtesten Mädchens von Litauen - Ännchen von Tharau - vor. Die Figur - so haben wir gelesen - ist der Mittelpunkt eines volkstümlichen Liedes aus dem 17. Jhd.

    Wieder am Hafen und im Fahrstuhl angekommen, berichten zwei Urlauber von ihrem Ausflug zur Kurischen Nehrung. Dieser 98 km lange Küstenstreifen trennt das Kurische Haff von der Ostsee. Russland gehört der südliche Teil, Litauen der nördliche. Seit 2000 gehört die Kurische Nehrung übrigens zum Unesco Weltkulturerbe.

    Also wieder ein neuer Ausflug den wir machen müssen, wenn wir wieder einmal hier halten sollten.


    Jetzt zum Abend hin nimmt das Wetter Fahrt auf und es wird richtig sonnig. Kaputt vom Tag und vom Entspannen :-) schnappen wir uns draußen zwei Liegen und schlafen sofort ein. Aber rechtzeitig werden wir wach, denn heute wartet unser Highlight auf uns: Das Hochzeitstaggeschenk von meinem Schwiegerpapa. Ein 4-Gänge-Menü im Surf & Turf Restaurant. Wahnsinn und vielen Dank nochmal!

    Aber kurz zur Erklärung: TUI verfolgt mit MeinSchiff das Motto Genussmomente ganz ohne Aufpreis. Daher sind im Premium Alles Inklusive Konzept fast alle Speisen und Getränke inkludiert. In den Spezialitäten-Restaurants lässt sich ein ganz besonderer Abend verbringen. Dazu gehören neben dem Surf & Turf Steakrestaurant, die Manufaktur sowie das Esszimmer. Hier ist ein Aufpreis zu zahlen.


    Wir kommen im Restaurant an und werden zum Platz gebracht. Direkt am Fenster, wie bei der Reservierung über die App angegeben.

    Bevor wir die Speisekarten erhalten, bekommen wir zwei warme, nach Zitronen duftende, feuchte Handtücher zur Desinfektion.

    Anschließend werden mehrere Brotsorten mit Dips serviert. Ein Genuss sage ich euch!


    Die Speisekarte liest sich dann wie ein Gedicht. Meine Frau entscheidet sich für die französische Zwiebelsuppe, ich mich für die Kürbis - Ingwer - Suppe. Anschließend gibt es gegrillte Jakobsmuscheln und für mich gebackene Knuspergarnelen und Chicken Wings. Die Anordnung der Gerichte ist fantastisch, nach dem Motto: Das Auge isst immer mit.

    Beim Hauptgang entscheiden wir uns beide für ein Filetsteak vom Chianina-Rind. Beilagen sind Speckbohnen, Pommes, Trüffel-Kartoffelpüree und Pilze.

    Zum Nachtisch lassen wir uns American Cheesecake und einen Chocolate Truffle Muffin mit Vanilleeis bringen.


    Natürlich werden wir auch nach Getränken gefragt und ein Weißwein wird uns empfohlen. Jetzt kommt aber das absolute Highlight: Der Ober kommt mit einem Koffer zu uns. Zunächst erklärt er uns die vier verschiedenen Edelsalze, die bereits auf dem Tisch bereitstehen. Einige Infos zur Herkunft, Entstehung und Verwendbarkeit. Dann öffnet er den Koffer und wir dürfen uns ein Steak Messer auswählen. Die Griffe sind hier immer unterschiedlich: Olivenholz, Schildkrötenpanzer-Imitat, Perlmutt etc. stehen zur Auswahl.


    Der Service ist einzigartig. Obwohl das Spezialitäten-Restaurant relativ gut ausgebucht ist, achten die Kellner auf jedes Detail und schenken zb immer rechtzeitig Wasser nach. Wir fühlen uns sensationell gut aufgehoben und scherzen zwischendurch mit unserer tollen Bedienung.


    Die Gerichte sind unbeschreiblich und daher werde ich nach der Reise hier ein paar Bilder hochladen. Ihr werdet schon sehen, ich übertreibe nicht ;-)

    Der Ausblick vom Platz ist übrigens auch wunderbar. Wir sitzen wieder mit direktem Blick aufs Meer... ein Hinweis: Es ist sogar möglich hier draußen zu sitzen. Mit separat angebrachten Heizstrahlern. Aber uns ist es dafür doch zu frisch ...


    Den Abend ausklingen lassen wir dann zu Zweit auf unserem tollen Balkon. Satt und zufrieden, so wie es im Urlaub sein sollte!

  • Zweiter Seetag. Juhuuuu! Seetage sind immer besonders. Keiner kann vom Schiff runter - jeder muss quasi entspannen ;-)


    Wir legen gleich mit dem Verwöhnprogramm los. Frühstück gibt es daher a la Carte im Restaurant Atlantik. Die Aussicht ist von den Tischen aus wirklich toll. Dennoch muss ich gestehen, dass a la carte dann morgens doch nicht so unser Ding ist. Die Auswahl ist natürlich gut und ausreichend. Allerdings kann ich mir den Käse und die Wurst nicht alleine aussuchen - es gibt eine Auswahl. Diese ist auch vollkommen ok, aber Manches musste ich liegenlassen - das wird dann ja sicher weggeworfen und das mag ich nicht. Aber dennoch wollten wir es mal probieren. Es ist auch wirklich alles lecker. Sogar ein netter Kellner mit frisch gepressten O-Saft geht bei allen vorbei. Das Glas kostet hier allerdings 2,90 €. Ein angebrachter Preis denke ich.


    Wir haben Glück mit dem Wetter - selbst der Kapitän ist ein wenig verwundet, weil wohl anders vorhergesagt. Aber die Sonne scheint, ein laues Lüftchen weht - also ab an den Pool. Wir bekommen mal wieder schnell zwei tolle und bequeme Liegen und schlafen sofort ein ;-) bisschen Bräunen am Morgen kann nicht schaden. Um 11.30 Uhr verabschiedet sich meine Frau, ich mich um 12.15 Uhr. Wir haben uns für den heutigen Tag bereits im Vorfeld zwei Massagen gebucht. Passend zum Seetag. Für 30 Minuten zahlt man zwar einen stolzen Preis von 44 Euro pro Person. Allerdings hält die Rückenmassage mit heißer Rolle alles was sie verspricht. Es werden verschiedene Massagetechniken angewandt und die Art zu massieren ist einmalig. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Masseurin einen Handstand auf meinem Rücken macht. Mit solch einer Genauigkeit und der richtigen Stärke drückt sie an den schmerzenden Punkten. Voller Körpereinsatz. Die heiße Rolle ist sehr angenehm. Als kleiner Hinweis: Habe ein wenig Rückenprobleme und bin daher häufiger bei der Massage. Daher glaube ich ihr Können ganz gut einschätzen zu können :-) wirklich toll!


    Da wir die Massagen versetzt haben, bleibt unsere Liege weiterhin frei und wir entscheiden uns ein wenig zu lesen ... der Jack Reacher Roman ist aber auch spannend! Zum Mittagessen wollen wir heute eigentlich gar nicht gehen. So holen wir uns kurzerhand im Bosporus einen Döner und genießen diesen auf unseren Liegen. Es ist wirklich nicht zu merken, dass das Schiff fährt. Die neue MeinSchiff 1 ist so unglaublich ruhig und fährt mit einem angemessenen Tempo.


    Neben uns haben sich auch zwei Paare die Liegen gesichert und ebenfalls Döner geholt :-D wir müssen alle sehr lachen, da wir wohl die gleiche Idee hatten! So kommen wir ein wenig ins Gespräch und plaudern ...


    Der restliche Nachmittag vergeht mit Lesen, Schwimmen im Pool (bisschen Sport muss sein :-)), Entspannen im Whirlpool, Eiscafé und Eis essen aus der Eis Bar (habe heute leider erst die EisKarte entdeckt; neben der leckeren Eissorten in der Waffel [diese wechseln wohl auch immer mal, denn heute gab es zb Orange Schoko Chili - bisher noch nicht gesehen] gibt es auch diverse Eisbecher, Spaghettieis und verschiedene Sorten Eiscafé).

    Und natürlich dürfen auch zwischendurch die leckeren Cocktails und Getränke aus der Überschaubar nicht fehlen. Es gibt zwar jede Menge Bars, aber irgendwie hat es uns die Überschaubar angetan. Die nette Bedienung kennt uns schon und serviert quasi ohne zu fragen :-D was für ein Service, einfach zum Wohlfühlen. Die UnverzichtBar und die ÜberschauBar sind aber auch die beiden Bars direkt in Poolnähe. Die Außenalster und HoheLuftBar hingegen am Ende des Schiffes.


    Irgendwann endet aber leider auch dieser Nachmittag und nach dem Duschen gehen wir wieder zum Anckelmannsplatz. Ich weiß wir haben uns hier festgefahren, die nächsten Tage wollen wir auch nochmal zum Fischmarkt. Aber hier am Anckelmannsplatz haben wir die Möglichkeit entdeckt draußen zu sitzen und zu essen. Das Wetter ist noch so toll angenehm und wir sitzen ganz hinten am Schiff und können dem Sonnenuntergang entgegenblicken. Und auch hier bekommen wir einen Platz direkt am Schiffsende - über uns ist ja noch die Außenalster und die HoheLuftBar. Daher verteilt sich alles schön... sehr romantisch auf jeden Fall :-)


    Heute Abend entscheiden wir uns noch für das Theater und wollen ja endlich mal eine Show sehen ;-) Da der Anckelmannsplatz ohnehin um 21.30 Uhr schließt und dann auch die Show losgeht, laufen wir los zum Theater (Deck 4/5). Wollen schließlich einen guten Platz bekommen. Wir sind zwar erst kurz vor halb 10 da, bekommen aber ganz oben noch zwei Sitzplätze. Die Show geht los - Varieté Theater. Wir sind begeistert, was für tolle Künstler hier auf dem Schiff auftreten. Es hört sich bestimmt alles so an, als würde ich hier unendlich viel Werbung machen. Aber ich berichte ausschließlich von den Eindrücken meiner Frau und mir. Zuerst kamen tolle Tänzer auf die Bühne. Ab dann übernimmt der Zirkusdirektor, der durch das Programm mit viel Humor, Charme und Witz führt. Dabei bezieht er das Publikum immer wieder mit ein und hat sogar selber eine kleine Zaubershow. Weiterhin treten Artisten auf, die einen verzaubern. Eine Schlangenfrau, die sich am Ende sogar nur mit dem Mund an einem Mundstück festhält (echt gesehen!!!), der Rest ihres Körpers schwebt förmlich, eine romantische Turnvorführung und eine Show am Seil. Alles mit dabei und sehr kurzweilig. Am Ende treten nochmal alle Künstler zum Sommerhit „Bella Ciao“ auf.


    Den Abend ausklingen lassen wir sowohl in der ÜberschauBar als auch in der Himmel und Meer Lounge. Draußen in der ÜberschauBar kommt wirklich jeder gut ins Gespräch; wenn man es denn möchte. Wir finden mit zwei netten Herren das Thema Auto - meine Frau ist Automobilkauffrau - und fachsimpeln über alle möglichen weiteren Themen. In der Himmel und Meer Lounge ist es dagegen ja ein wenig ruhiger und gediegener. Eigentlich habe ich hier bisher nur klassische Musik gehört - was ich aber gerne mag :-) Die Musik ist auch wirklich nicht sehr laut. Viele Leute lesen hier und auch mich hat es beim Lesen bisher nie gestört. Und jeder kann mal abschalten und zur Ruhe kommen. Das geht - wie ich finde - bei klassischer Musik ohnehin am besten.


    Ab ins Bett, morgen endlich am Ziel St. Petersburg!

  • 15.08.2018

    St. Petersburg! Unser dritter Hafen seit Kiel ist das Ziel bzw. unser Ziel. Wir wollten diese Stadt schon seit längerer Zeit einmal sehen. Heute ist es soweit. Allerdings scheinen wir heute ganz und gar nicht die Einzigen zu sein. Vom Balkon aus sehen wir bereits zwei Kreuzfahrtschiffe von Costa - Magica und Pacifica.
    Aber das macht uns gar nichts, denn wir haben für heute Abend eine Bootstour gebucht.
    Daher besichtigen wir keine Museen oder Sehenswürdigkeiten und müssen so nicht über lange Wartezeiten nachdenken.

    Es geht bei uns erst um 19.30 Uhr los, daher hoffen wir auf einen sonnigen Hafentag. Das Schiff ist quasi leer, weil die meisten Urlauber wohl Tagestouren gebucht haben. Vom Schiff dürfen wir alleine gar nicht runter, haben kein Visum beantragt. Für die Tour hat sich darum TUI gekümmert.

    Nach dem Laufen geht es zum Frühstück. Heute gibt es lecker und frisch zubereitete Paninis. Mit Feta, Gurke und getrockneten Tomaten. Die Panini Station befindet sich direkt in der Backstube auf Deck 12.


    Anschließend haben meine Frau und ich eine Entspannungsloge gebucht. 1 Stunde kostet hier 9 Euro an Hafentagen, 12 Euro an Seetagen. Die Logen sind abgeschlossene kleine Einheiten direkt auf Deck 14 mit Meerblick. In dieser Loge befinden sich zwei bequeme und verstellbare Liegen, Decken und Handtücher. Sehr geeignet für ruhige und entspannte Minuten zu Zweit. Buchen kann jeder diese Logen im Spa Bereich - dort wird dann auch der Schlüssel übergeben.


    Danach geht es wieder auf die Liegen am Pool. Es ist immer noch wenig los, da ja die meisten Urlauber Tagestouren haben. Also wieder lesen, schwimmen, schlafen ;-) - ihr kennt das schon.

    Heute Mittag probieren wir endlich mal den Fischmarkt aus. Hier sind die meisten Speisen inklusive und es handelt sich auch um ein Bedienrestaurant. Einige Gerichte sind demnach kostenpflichtig, wie zB der Hummer oder Sushi. Es ist gut zu wissen, dass hier normalerweise sehr viel los ist und teilweise gewartet werden muss, bis ein Tisch frei wird.


    Wir essen eine Hummercremesuppe, Fish and Chips sowie den MeinSchiff Grillteller - bestehend aus verschiedenen Fischarten, Blattspinat, Kartoffelpüree und Senfsauce. Was soll ich sagen - glaube der Fischmarkt wird unser Lieblingsrestaurant! Die Suppe ist sooo lecker und der Fisch perfekt zubereitet. Wirklich nur zu empfehlen hier essen zu gehen. Wir werden die nächsten Tage wohl öfter hier sein und auch weiter berichten.

    Bis zum Abend ist noch genügend Zeit, also wieder ab zum Pool. Dieser ist fast leer, sodass wir ihn für uns alleine haben. Ebenso den Whirlpool.


    Die EisBar wird auch wieder aufgesucht. Heute gibt es mal den Früchtebecher Birne Helene. Er ist extrem schnell zubereitet und sieht - zugegebenermaßen -nicht ganz so toll aus wie in einem Eiscafé, aber das sollte auch keiner erwarten. Der Andrang ist hier normalerweise riesig und daher keine Zeit für „Kunstwerke“. Geschmacklich aber top.

    Bis zum späten Abend verbringen wir also die Zeit auf einem ruhigen und halbleeren Schiff.
    Es ist also nur zu empfehlen, Touren auch abends zu machen - wenn möglich. Wird aber ja meist nur gehen, wenn das Schiff zwei Tage im Hafen hält. Zudem haben wir auch am zweiten Tag eine Tagestour durch St. Petersburg gebucht.

    Nach einem kleinen Abendessen am Anckelmannsplatz, beginnt um 19.30 Uhr unsere Tour. Mit dem Bus geht es ca. 40 Minuten durch St. Petersburg zu einem der drei Flüsse der Stadt. Von hier aus startet die abendliche Bootsfahrt. Auf dem Hinweg erzählt unserer Tourguide etwas zum geschichtlichen Hintergrund, zu den neuen Gebäuden wie zB dem Stadion von Zenit St. Petersburg etc. Aber dazu morgen mehr.
    Abends auf dem Boot ist es dann ein wenig kühler, klar. Haben uns extra Jacken mitgenommen. Aber auch diese helfen nur bedingt. Dennoch ist es eine tolle und interessante Fahrt mit vielen Infos. Zwischendurch gibt es russische Volksmusik, live interpretiert mit Instrumenten von einer kleinen Gruppe.


    Wieder am Schiff angekommen, geht es müde und kaputt ins Bett. Naja stimmt so nicht ganz, denn vorher schleiche ich mich einmal ins Tag und Nacht Bistro auf Deck 5, welches ja durchgehend geöffnet hat. Es ist nur ein sehr kleines Bistro. Hier werden frisch zubereitete Burger serviert sowie ein paar weitere Gerichte und eine kleine Auswahl an Desserts. Für einen Mitternachtssnack ideal :-)

  • 16.08.1018

    St. Petersburg Teil 2

    Altes Spiel: Morgens schnell aufstehen, Blick nach draußen - wir sind immer noch in St. Petersburg - Panini essen und ab gehts auf Deck 5 zum Tourstart8)


    Mittlerweile ist alles eingespielt. Ein toller entspannter Urlaubsrhythmus. Wir kennen die Wege und Orte sowie Zeiten der Restaurants fast auswendig.


    Es war heute auch kein veränderter Schlaf. Wir haben gar nicht richtig gemerkt, dass wir stehen. Die neue MeinSchiff 1 ist halt auch während der Fahrt extrem ruhig. Es wird aber wohl neben der modernen Technik auch an der meist ruhigen See liegen.


    Zu den Touren noch ein paar Worte: Es ist bisher alles gut und strukturiert organisiert. Trotz der vielen Urlauber, die ebenfalls die Tour „St. Petersburg für Langschläfer“ gebucht haben (Langschläfer? Treffpunkt ist um 09.20 Uhr :P), läuft alles ruhig und schnell ab. Keiner muss lange warten und die Busse sind gut ausgestattet und klimatisiert.

    Die Tour durch St. Petersburg ist atemberaubend. Wir erfahren viel vom top informierten Tourguide. Die Stadt wurde 1703 von Peter dem Großen gegründet und bereits 1712 Hauptstadt Russlands; löste Moskau ab. Zwischen 1924 bis 1991 hieß diese tolle Stadt dann bekanntlich Leningrad. Durch einen Volksentscheid dann jedoch schnell wieder geändert.


    Auf dem Weg in die Innenstadt sehen wir am Hafen das neue Stadion von Zenit. Dieses wurde extra für die Weltmeisterschaft, die von Juni-Juli 2018 in Russland stattfand, gebaut. Auch aus der Ferne entdecken wir ein ganz neues und vor allem hohes Gebäude. Es ist der neue Hauptsitz von Gazprom und mit 463 m sogar das höchste Gebäude Europas. Da es optisch jedoch nicht in die Innenstadt passt, wurde entschieden es außerhalb zu bauen.


    Der Bus hält an allen wichtigen und bekannten Orten mit den schönsten Sehenswürdigkeiten. Alles was in Kürze der Zeit zu besichtigen ist. St. Petersburg hat ohnehin tolle und viele Kirchen. Die Stadt ist sehr weltoffen und besitzt viele Religionen. Über 300 Sakralbauten verdeutlichen dies. Die Zeit an den jeweiligen Stationen ist immer gut angepasst. Auch einen Halt an einem Souvenirladen ist eingeplant, sodass meine Frau und ich - wie wir es in jeder Stadt machen - ein Mitbringsel kaufen können.


    Ein Highlight ist natürlich die Peter - Paul Kathedrale. Sie ist die älteste Kathedrale der Stadt und schon von Weitem durch ihre lange goldende Turmspitze zu sehen.

    Das optisch schönste Gebäude (so finden wir) allerdings ist die Auferstehungskathedrale, auch bekannt als Blutkirche. Diese ähnelt sehr der Basilius-Kathedrale in Moskau.


    Nach dieser aufregenden Tour müssen wir uns erholen. Das war ein Ausflug in eine andere Welt. Und die Stadt hat uns in ihren Bann gezogen - wären gerne länger geblieben!
    Wir ziehen uns auf der Kabine um, denn mit dem Wetter haben wir wohl wieder Glück; den zweiten Tag in Folge prallt die Sonne auf die neue MeinSchiff 1 und sorgt so für volle Pools und Liegen. Dieses Mal mussten wir auch wirklich ein wenig länger suchen - kamen aber auch erst gegen 15 Uhr wieder am Schiff an.


    Aber wer sucht der findet: Wieder bekommen wir diese tollen Liegen (zur Erklärung: Wir bekommen immer solche Liegen, die aus drei einzelnen Elementen bestehen, eine Art Lounge Mobiliar. Sehr bequem und groß; es sind also nicht die typischen Poolliegen). Davon gibt es auf jeder Seite immer 6 Stück (also 6x 2er). Insgesamt also 12. Hört sich nicht sehr viel an, aber es gibt ja auch noch weitere andere Liegen, Strandkörbe etc. Und von den typischen Poolliegen sind unten und oben genügend vorhanden.

    Wie gestern schon erwähnt, werden wir auch heute wieder den Fischmarkt ausprobieren. Nachdem wir also wieder die Sonne genossen haben sowie viel gelesen, geschwommen (heute konnte ich wieder schön einige Bahnen im großen Pool ziehen) und lecker Eis gegessen haben, machen wir uns fertig für das Restaurant. In den Bedienrestaurants empfehlen wir ein wenig andere Kleidung als im Buffetrestaurant. Natürlich kann jeder kommen wie er mag. Die Herren sollten hier jedoch schon eine lange Hose tragen sowie - wenn möglich - keine Badelatschen oder Flip Flops.

    Zum Fischmarkt:


    Wir wollen ja einiges ausprobieren. Daher gibt es heute das Garnelentartar sowie die Linguine mit Riesengarnelen. Und wieder die Hummercremesuppe. Die ist wahrlich ein Gaumenschmaus. Rechts und links an den Tischen nehmen wir wahr, dass wohl nicht nur wir auf diese Suppe stehen ;-)


    Dann eine lustige Geschichte:
    Meine Frau isst die Misosuppe so gerne und hat aus Spaß gesagt, dass sie heute drei essen könnte, so gut schmeckt sie ihr hier. Prompt hat der nette Chef darauf reagiert und einen Kellner angewiesen, meiner Frau eine Portion Misosuppe zu bringen - in einem Gefäß welches normalerweise für Miesmuscheln gedacht ist! Also riesig!!!^^^^^^
    Total genial und lustig!

    Dann haben wir Sushi bestellt. Wir lieben Sushi und haben uns daher entschieden, den Aufpreis zu zahlen und das Sushi hier auf dem Schiff einmal auszuprobieren. Wir bestellen Maki Sake/Avocado, Maki tekka und Chicken Teriyaki inside out. Alles kommt schön angerichtet mit Wasabi und Ingwer. Es ist alles lecker und qualitativ hervorragend. Preislich auch wirklich in Ordnung.


    Anschließend geht es heute wieder einmal ins Theater: Die Musical Gala "Die Welt der Musicals" soll nachgeholt werden, nachdem sie ja einige Tage zuvor aufgrund des schlechten Seegangs abgesagt werden musste. Heute findet sie statt!

    Das Ensemble spielt die bekanntesten , schönsten und erfolgreichsten Songs der großen Musicals Les Misérables, Cats, Das Phantom der Oper, CHICAGO, Rocky Horror Picture Show, ROCKY Das Musical, König der Löwen, Hinterm Horizont sowie Ich war noch niemals in New York. Bei vielen Liedern kann das Publik mitsingen und es ist wirklich sehr kurzweilig. Einfach fantastisch welch professionelle Shows auf einer Theaterbühne auf einem Kreuzfahrtschiff gezeigt werden. Chapeau!


    Bis zum Schlafengehen verschwinden wir dann noch in der Himmel und Meer Lounge... 8)

  • 17.08.2018

    Tallinn


    Ein neuer Tag, ein neuer Hafen und eine neue Stadt. Genauer gesagt die Hauptstadt Estlands.


    Nach meinem Morgenlauf - ich bin froh, dass ich hier durchhalte :) - geht es zum Frühstück und anschließend sofort zum Treffpunkt.


    Mit dem Bus geht es dann quer durch die Stadt. Tallinn hat ca. 430.000 Einwohner und wird in die Ober- und Unterstadt aufgeteilt. Der mittelalterliche Kern der Stadt ist eigentlich noch vollständig erhalten geblieben, sodass die UNESCO Tallinn in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen hat (1997).

    Die Sprache der Esten ist sehr vom Nachbarn Finnland geprägt. Daher wird sie - so der Tourguide - eigentlich auch problemlos verstanden. Viele Jahrhunderte lang wurde Estland von verschiedenen Ländern regiert (Dänemark, Deutschland und weitere), bevor das Land und damit auch die Hauptstadt Tallinn im Jahre 1991 ihre Unabhängigkeit wiedererlangte.


    Der Bus hält an vielen tollen Orten, zu denen unser Tourguide alle wichtigen Infos parat hat. Wir können Fotos machen und haben darüber hinaus genügend Zeit, um alles anzuschauen. Das Highlight für uns ist die Alexander - Newski - Kathedrale. Sie liegt auf dem Domberg und ist nach dem Nationalhelden Alexander Jaroslawitsch Newski benannt. Zudem besitzt sie die größte Glocke Tallinns und ist extrem aufwendig verziert.


    Wir haben in kurzer Zeit eigentlich viele wichtige Orte gesehen. Die Stadt gefällt uns auch sehr gut; ist klein, niedlich und überschaubar. Wir entscheiden uns aber dennoch wieder mit dem Bus zum Schiff zu fahren. Einige Urlauber steigen an der letzten Haltestation nicht mehr ein und machen sich alleine auf den Weg.


    Wir sind demnach relativ früh wieder zurück und haben so noch den ganzen Nachmittag zum Entspannen. Eigentlich wollte ich mein Handy weitestgehend unberücksichtigt lassen, aber da wir jetzt tagelang keinen Empang hatten, ist ein Lebenszeichen an die Familie schon ganz wichtig ;-)

    Ansonsten vergeht die Zeit - mal wieder - mit Lesen. Hier im Urlaub finde ich endlich wieder die Zeit dazu und kann einige ungelesene Romane verschlingen.

    Das Wetter ist auch wieder einmal perfekt und so können wir noch viele Stunden die Sonne genießen.


    So lange geht es heute dann aber doch nicht, denn wir haben uns entschieden um 20 Uhr die Schaubühne auf Deck 4 aufzusuchen. Die Schaubühne ist nicht ansatzweise so groß wie das Theater. Aber eine tolle kleine Bühne und ein tolles Ambiente. Heute wird zum zweiten Mal die Kömodie von Ray Cooney "Funny Money" aufgeführt. Bei der ersten Vorführung war der Andrang wohl so groß, dass nicht alle Platz gefunden haben. Daher wollen wir die Kömodie auch sehen. Die Schaubühne ist zwar nicht ganz ausgefüllt, aber sehr viele mehr hätten es auch nicht sein dürfen ;-)

    Die Story der Komödie ist wirklich lustig und spannend. Die Schauspieler machen das unglaublich gut und auch hier sind wir wieder begeistert, welch professionelle Schows und Schauspielkunst auf einem Kreuzfahrtschiff gezeigt wird.


    Nach der Aufführung geht es direkt noch in den Fischmarkt. Auch heute wieder, ja :-) Dieses Bedienrestaraunt hat es uns angetan. Wir schauen auf die Karte und wählen wieder ein paar neue Gerichte aus: Carpaccio Trio von Lachs, Heilbutt und Thunfisch, die gebackenen Meeresfrüchte mit Aioli, die Scholle mit Kartoffeln und Gurkensalat sowie natürlich wieder die Hummercremesuppe :-)


    Abends landen wir dieses Mal noch in der ÜberschauBar. Nach ein paar Drinks ist aber auch Schluss, morgen geht es ja schon weiter: Stockholm in Schweden!

  • 18.08.2018

    Stockholm

    Letzter Hafen, leider, bevor es dann wieder nach Kiel geht. Der Urlaub war schon unglaublich toll. Heute nochmal eine spannende Tour in Stockholm. Auf diese Stadt freue ich mich schon sehr!


    Zum Frühstück genießen wir heute das Artisan-Brot: Ein kulinarisches Highlight, wirklich. Es gibt sogar Workshops auf der neuen MeinSchiff 1, wie dieses Brot hergestellt und gebacken wird. Auch kaufen kann jeder dieses leckere Brot und am Ende der Reise mitnehmen.


    Nach dem Frühstück gehts los zum Tourstart. Wir haben die Tour, bei der wir mit dem Bus und dem Boot die Stadt erkunden werden. Los gehts erst um 12 Uhr. Alle Mann an Bord ist geplant für 16:15 Uhr. Wird ganz schön eng ;-)


    Zur Stadt ein paar Worte: Stockholm ist nicht nur die Hauptstadt Schwedens, sondern auch die größte Stadt Skandinaviens. Durch den Meerbusen der Ostsee, der die Stadt quasi umschließt, ist man eigentlich immer in der Nähe von Wasser. Sehr schön sind natürlich auch die ca. 24.000 kleinen Schäreninseln, die wir vor allem bei der Hafeneinfahrt bereits sichten konnten.


    Der Bus hält an einigen tollen Orten, wie zB dem Rathaus. Wir haben überall auch ein wenig Zeit für Fotos.

    Ich finde diese Stadt optisch sensationell. Überall sind toll verzierte Gebäude zu sehen. Überall Wasser. Überall Parks und grüne Flächen. Es ist alles da. Auch für die Menschen wird hier wohl einiges getan. Aus dem Bus heraus sehen wir einen Park, in dem viele Menschen Sport machen, das Wetter genießen oder grillen. Es gibt hier einen Fitnessparcour, Beachvolleyballplätze und und und.


    Auch die Bootsfahrt gibt einem einen tollen Blick auf die Stadt. Hier gibt es zwar keine weiteren Infos vom Toruguide - die Infos gibt es per Kopfhörer vom Band. Aber vollkommen ok.
    Ich könnte noch sooo viel über und zu dieser Stadt schreiben. Eine mega schöne Stadt, die ich nochmal unabhängig von einer Kreuzfahrt besuchen möchte.


    Wir kommen wirklich kurz vorm Ablegen wieder am Schiff an :) Es ist relativ kühl und windig heute, kein so sonniger Tag wie bisher auf unserer Route. Dennoch geht es wieder auf die Liegen am Pool. Es gibt ja bekanntlich nur die falschen Klamotten, nicht das falsche Wetter. Also dieses Mal lange und wärmere Sachen und Decken. So genießen wir das Ablegen des Schiffes und den Ausblick auf die Schäreninseln.


    Auch das Wetter kann uns die Laune auf Eis und den Pool nicht verderben. Also nochmal zur EisBar und abschließend 30 Minuten Schwimmen im Pool. Da eigentlich nichts mehr los ist, kann ich in Ruhe meine Bahnen ziehen. Herrlich!


    Am Abend wieder einmal der Fischmarkt. Wir haben fast alle Gerichte probiert. Heute wird es neben der schon bekannten Hummercremesuppe und dem Garnelentatar der rosa gebratene Thunfisch mit Wasabischaum und Gemüse. Der Fischmarkt ist wieder einmal sehr gut besucht. Das Essen aber auch einfach fantastisch.


    Nach dem Essen - wir sind pappsatt - gehen wir in die Himmel und Meer Lounge. Das Schiff schaukelt schon sehr doll heute. Wir merken, dass es draußen wohl sehr windig und stürmisch sein muss. Anders als vorhergesagt; mal wieder ;-) Aber das Wetter kann nun auch keiner von der Crew beeinflussen...


    Wir sind ja nicht zum ersten Mal auf einem Kreuzfahrtschiff und kennen daher auch stürmische Tage.

    Dennoch wollen wir vor dem Schlafengehen einmal die DiamantBar aufsuchen. Diese kennen wir ja bisher nur vom sehen. Es ist nicht mehr viel los, ist ja auch schon kurz vor Mitternacht. Wir setzen uns in die hohen und bequemen Sessel und haben einen tollen Ausblick aufs Meer. Wir sitzen quasi ganz am Ende des Schiffes und genießen unseren Wein bzw. Gin Tonic (Hinweis: Getränke kosten hier etwas.)

    Das Highlight für mich: Ich darf einmal am Flügel spielen. Es ist ja nicht viel los und daher frage ich mal beim Kellner. Die Mannschaft hat nichts dagegen, freut sich sogar über ein wenig Klaviermusik :) Also auf einem Kreuzfahrtschiff Klavier zu spielen hat natürlich was ;-)


    So dann ist aber Schluss und ab ins Bett... Morgen Seetag und daher AUSSCHLAFEN 8)8)8)